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Christuskirche Wettelsheim

Christuskirche Wettelsheim

Die Christuskirche wurde in den Jahren 1756/57 von Johann innerhalb der Ummauerung des ehemaligen wülzburgischen Amthofes an Stelle einer alten Marienkapelle errichtet. Die Entwürfe für den Bau stammen vom markgräflich-ansbachischen Landbauinspektor Johann David Steingruber. Auch wenn dieser häufig einen Quersaal als Alternativentwurf bei seinen vielzähligen Kirchenplanungen vorgesehen hatte, ist dieser Bau einer der ganz wenigen, der tatsächlich quergerichtet erstellt wurde. Hier man wohl die beengte Situation im ehemaligen Amthofes, bei gleichzeitigem Wunsch, den alten Turm in großen Teilen zu erhalten, dafür ausschlaggebend gewesen sein, dass die sparsame ansbachische Verwaltung der teureren Querkirche den Vorzug gab. 1866 musste der Turm wegen Baufälligkeit nach Plänen von Gustav Renner, Gunzenhausen, neu errichtet werden. Christuskirche am AbendNeuere Restaurierungen an der Kirche erfolgten 1965 und 1982-86.
Dem quergerichteten Saal sind jeweils mittig an der Westseite der Turm und östliche der polygonale Anbau für Sakristei und Orgelempore angefügt.

 

 

 

 

Innenansicht der ChristuskircheDer Innenraum zeigt abgerundete Ecken, die einfache Flachdecke setzt über einer profilierten Kehle an. Treppen im Turm führen zu den Emporen, die an der Westseite doppelstöckig und an den beiden Schmalseiten des Quersaales einfach verlaufen. Mit den dreiseitig umlaufenden Emporen und dem breiten Mittelgang zwischen den Gestühlsblöcken ist der Innenraum streng auf den Kanzelaltar ausgerichtet. In der Ausführung der Orgelempore darüber bietet sich die idealtypische Gestaltung eines evangelischen Kirchenraumes im Markgraftum zur Wirkungszeit Steingrubers. Dieser hat, wie fein detaillierte Entwurfszeichnungen zeigen, den Kanzelaltar zur Ausführung exakt vorgegeben, an der Kanzelbrüstung hat er sich mit Baudatum und Initialen („17 IS 57“) auch verewigt. Seitlich des Altarumgangs und als Zugang zur Sakristei, über den Türen zu Seiten der Kanzel zwei neuere Bilder von Luther und Melanchthon. Der fünfteilige Orgelprospekt besitzt Dekor mit Rankenwerk und Rocaillen.
Östlich der Kirche sind noch Reste der Ummauerung des ehemaligen wülzburgischen Amthofes vorhanden.

Im Jahr 2010 hat Dieter Rieß ein Fotobuch über die Wettelsheimer Kirchen erstellt, dem die beiden Bilder auf dieser Seite mit freundlicher Genehmigung entnommen wurden. Das sehenswerte Buch kann zum Preis von 34,50 € im Pfarramt erworben werden.